Heute hieß es 5Uhr45 aufstehen. Unser Fahrer holte uns
bereits um halb 7 ab, da unser Flug um 8 Uhr nach Heho ging. Die Fahrt zum
Flughafen dauerte ca.eine halbe Stunde und verlief ohne Verzögerung. Uns blieb aber
nur eine Stunde für den Checkin und die
Sicherheitskontrolle.
Beim Checkin hatten wir natürlich wieder die
Schneckenspur erwischt, in Form eines Passagiers, der mit seinem gesamten
Hausstand verreisen wollte.
Aber alles dennoch ganz entspannt und wir kamen mehr als
rechtzeitig am Gate an.
Die TurboProp Maschine der Air KBZ brauchte eine gute
Stunde bis Heho und war ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Mandalay. Doch
Mandalay später, jetzt hieß es hier in Heho raus.
Am Flughafen konnten wir erst einmal niemanden ausmachen,
der uns lt. Plan abholen wollte. Erst als wir etwas unmotiviert herumstanden,
konnte auf Nachfragen anderer Guides eine Dame ausgemacht werden, die wohl für
uns zuständig schien. Diese begleitete uns aus dem Gebäude und übergab uns der nächsten
Führerin – wir waren schon ein wenig verwundert. Jene nahm sich dann unsereiner
an und wir fuhren los. Der Weg nach Nyaung Shwe dauerte ca.45 Min – nicht zu
verwechseln mit Shwe Nyaung. Natürlich musste auf dem Weg dorthin an einem
Kloster Station gemacht werden.
In Nyauung Shwe angekommen wechselte wir das
Transportmittel und nahmen das Boot – hmm…klar, bo(o)t sich ja an, da sich
unser Hotel mitten auf dem See befindet. Wir stiegen also in diesen knatternden
Einbaum und tuckerten ca. 50 Min über den See.
Der Check in im Hotel erfolgte im Dauerlauf und weiter ging
die Fahrt, zum Lunch ins Dorf.
Vom Restaurant aus wählten wir dann den Fußweg zur
nächsten Pagode. Auch hier wieder der ganze religiöse, zeremonielle Zauber.
Der nächste Bootsstopp war eine Seiden & Lotus
Weberei. Hier konnte man zuschauen, wie aus den Lotusstengeln Fasern gewonnen und
verwebt werden - eine Arbeit für jemanden, der als Kind recht unartig gewesen
sein muss. Natürlich darf hier der eigens für Touristen gemachte Verkaufsshop
nicht fehlen – mit doch recht ordentlichen Preisen. Ok, aufgrund der
aufwendigen Arbeit auch nicht ganz ungerechtfertigt.
Weiter zu einem Bootsbauer. Die Inle Boote werden hier
nach traditioneller Weise wie vor hunderten Jahren gebaut – mit Zwei-Mann-Handsägen,
Holznägeln und Naturkleber.
Das nächte Handwerk zeigten die Zigarrendreher. Ein ganz
eigenartiges Kraut, was hier zusammenrollen.
Der für uns interessanteste Tagespunkt waren die Floating
Gardens. Auf Wasserhyazinthen wurden Beete angelegt und Tomaten angebaut. Einen
Stehversuch auf diesen wankenden Dingern musste ich einfach mal wagen – ohne in
den Bach zu fallen.
Nur verständnishalber: alle Stopps wurden mit dem Boot
angesteuert. Ich habe ja so mein Thema mit Fahrten auf wackligen Gefährten, im
speziellen mit Booten und Fische füttern, aber bis hierhin war alles gut.
Halb 5 waren wir zurück im Hotel und wir vereinbarten mit
der Guidin einen Starttermin für unser morgiges Programm.
Dann war erst einmal Füße hochlegen angesagt.
Das Schöne an einem Resort auf dem See ist der Sonnenuntergang,
der selbstredend nach einer Fotosession bettelte.
Gegen 7 ging es zum Abendessen im Hotelrestaurant.
Anschließend hatte ich noch ein wenig Programm mit dem Schreiben
des Blog - ich hatte schließlich 3 Tage nachzuholen. Während Kathi versuchte,
die Sterne mit der Kamera einzufangen.
Also dafür, dass wir hier erst seit zwei Tagen sind,
haben wir gefühlt ein Programm von 2 Wochen
hinter uns. Dies veranlasste uns die Guidin, die uns morgen früh um 8
schon wieder einsammeln wollte, erst halb 10 antraben zu lassen. So langsam
komme ich mit jetzt schon vor, wie die Japaner, die in 10 Tagen ganz Europa
sehen wollen.
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